Auf den Spuren des Königreichs Sardinen
Auf den Spuren des Königreichs Sardinen

Auf den Spuren des Königreichs Sardinen

Tag 18

Heute früh konnte ich das letzte Mal die genialen Duschen ohne Dach auf dem Campingplatz benutzen – die Zeit auf La Maddalena ist um. Ich musste gestern Abend noch ein Loch in meinem Fahrradschlauch flicken, irgendwann musste das ja in diesem Urlaub passieren.

Also heute Morgen fix zusammenpacken und die Insel wieder verlassen. Die Abfahrt der Fähre nach Palau hatten wir gut getimed und kaum Wartezeit. Wieder auf Sardinien angekommen, haben wir noch ein paar historische Plätze besucht – da kommen wir ja in keinem Urlaub drumrum. Da wir bisher noch keine Steingräber oder Nuraghen besucht hatten, wurde es ja auch mal Zeit. Ich lasse hier mal nur die Bilder wirken, ich habe garantiert in meinen anderen Beiträgen zu Sardinien mehr dazu geschrieben.

Anschließend haben wir die diversen „Spezialitäten“ eingekauft, die den Weg mit nach Hause finden sollen. Da es heute wirklich sehr warm war, haben wir den Einkauf etwas in die Länge gezogen, um die Klimaanlage im Einkaufszentrum zu genießen. – Das haben wir dann auch beim Bezahlen gemerkt.

Wir hatten dann immer noch Zeit bis zur Abfahrt nach Genua und sind noch durch Olbia gewandert. Wir waren dort 2019 schon einmal und haben einige Erinnerungen aufgefrischt. Anschließend haben wir uns dann im Hafen zum Check-in und zur Einfahrt in die Fähre begeben. Leider hat auch dieses Schiff keine Balkone am Heck, so dass die Ausfahrt aus dem Hafen nur von Seite angeschaut werden kann und das ist leider nicht ganz so spektakulär.

Tag 19

Heute sind wir wieder auf dem italienischen Festland angekommen. Die Ausfahrt aus dem Hafengelände haben wir gemeistert und weiter ging es zu unseren letzten Stationen in das Piemont. Auf dem Weg haben wir uns noch die ligurische Stadt Savona angesehen. In einer Stunde haben wir das Stadtzentrum mit seinen tollen Bauten durchwandert, die Festung besichtigt und uns etwas an unseren Urlaub in Genua, die Architektur ist ähnlich, erinnert. Das ist gut verständlich, da auch die Genuesen zeitweilig dort als Herrscher tätig waren. 1815 viel die Stadt dann an das Königreich Sardinien und damit passt der Besuch dort absolut zum Thema der diesjährigen Reise. Heute hat der Hafen von Savona immer noch ein große Bedeutung, da er die Verschiffung der Fahrzeuge von Fiat und Lancia aus dem nicht sehr weit entfernten Turin abwickelt. Ein Besuch hier ist wirklich empfehlenswert.

Weiter also in das Piemont: Die Landschaft ändert sich und irgendwann kommt der Zeitpunkt, da sieht man ganz viele Haselnusssträucher, später kommt Wein dazu, also links Haselnuss, rechts Wein oder eben genau andersrum. Dazu eine absolut beeindruckende Landschaft, die haben wir so noch auf keiner Reise gesehen. Um Barolo herum dominiert natürlich Wein, die Haselnuss hat hier scheinbar weniger zu melden.

Unser Stellplatz für heute befindet sich natürlich auf einem Weingut: Wir stehen hier also im Obstgarten und haben einen direkten Blick auf die dazugehörigen Weinberge – idyllischer geht es kaum. Da es sich um ein Weingut mit Agricamping handelt, wird auch eine Weinverkostung angeboten und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Eine Stunde später hatten wir die dort angebauten Sorten getestet, natürlich nur in Minischlückchen und nun fahren dann noch zwei Kisten Wein mit uns nach Hause.

Weil wir für heute noch nicht genug erlebt hatten, haben wir uns noch einmal auf die Räder geschwungen und sind in den Nachbarort La Morra gefahren, um die für heute angekündigte Sonnenfinsternis zu beobachten. Nach 270 Höhenmetern bergauf, mit tollen Blicken auf die umliegenden Weinberge, sind wir oben angekommen, haben uns beim örtlichen Supermarkt mit Abendbrot und Getränken versorgt und die „Versammlungswiese“ des Ortes angesteuert: schnell noch einen guten Platz mit ausreichen Sicht ergattert und dann konnte das Naturschauspiel auch schon losgehen. Mit den entsprechenden Brillen ausgestattet, war es wirklich beeindruckend, was die Natur so veranstaltet. Der Rückweg hatte dann einen absoluten Fun-Faktor, es ging fast nur bergab und wir mussten wirklich kaum treten, um unseren Stellplatz zu erreichen.

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