Sizilien 2026
Sizilien 2026

Sizilien 2026

Anreise und Tag 1

Für die Herbstferien haben wir uns eine andere italienische Insel ausgesucht. Sizilien kannten wir bisher ja noch gar nicht, darum schauen wir uns hier einmal um. Die Fahrt mit dem Camper würde sich für nur eine Woche Aufenthalt nicht lohnen, deshalb sind wir mit dem Flieger und einem Leihwagen unterwegs und bewohnen mal wieder eine Ferienwohnung. Die Anreise war schnell erledigt. Den Flug bei Ryanair muss man schon wollen, diese komischen Gelbtöne in der Kabine sind doch sehr gewöhnungsbedürftig.

Vom Flughafen zu der Wohnung im Küstenort Terrasini fährt man nur angenehme 15 Minuten. Als unsere Vermieter ankamen, wurden wir erst einmal auf Deutsch begrüßt und auch alle weiteren Erläuterungen zur Ferienwohnung gab es in unserer Muttersprache. Da es in der gebuchten Wohnung technische Probleme gab, wurde uns die Dachsuite mit zwei Terrassen zugeteilt. Dagegen konnten wir uns natürlich nicht wehren und können nun sogar draußen frühstücken. Da die Vermieter auch ein Restaurant im Ort betreiben, haben wir uns gleich einen Tisch reserviert und dort wirklich gut zu Abend gegessen, mit großer Vorspeisenplatte, Pizzen, zwei Gängen für den Gatten und diversen Getränken waren wir dann mit 120 Euro für drei Erwachsene dabei und fanden den Kurs wirklich angemessen.

Nach dem ersten Frühstück auf der Terrasse, haben wir uns auf den Weg nach Monreale gemacht. Dort haben wir zuerst in einer empfohlenen Bäckerei Pane di Monreale und Kekse (Biscotti) mit dem gleich Nachnamen erworben. Die Kekse wurden auch schon verkostet und für lecker befunden.

Weiter ging es zur örtlichen Kathedrale, in der die Stile der arabischen, normannischen und byzantinischen Baukunst miteinander vereint wurden – zu Recht Weltkulturerbe. Laut Webseite sollten es Einzeltickets für die diversen Bereiche zur Besichtigung geben. Entweder sind die Informationen auf der Internetpräsenz veraltet oder das Ticketpersonal hat es sich heute einfach gemacht, auf jeden Fall gab es heute nur das Kombiticket für alle Bereiche. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, da man hier auch eine Tour auf dem Dach im Preis enthalten hat. Damit bekommt man noch einmal einen besseren Eindruck von der Größe der Anlage und kann auch einen Blick auf den Kreuzgang werfen, der wieder spezielle Öffnungszeiten hat.

Das nächste Ziel war die Burg Castellaccio auf dem Monte Caputo. Erbaut im 12. Jahrhundert von Benediktinern hatte sie einst die Aufgabe, die Kathedrale von Monreale zu schützen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird die Burg oder auch Ruine von einem sizilianischen Alpinistenverein betrieben und kann kostenfrei besichtigt werden, wenn man den nicht sehr komfortablen Aufstieg auf sich nimmt. Die Anstrengung lohnt sich, denn von dort oben kann man über Palermo bis zum Meer schauen.

Für den Rückweg nach Terrasini hatte der Gatte eine landschaftlich schöne Strecke ausgesucht, die einen Eindruck der Bergwelt Siziliens erahnen ließ und mit einigen kurvigen Abschnitten auch Spaß beim Fahren vermitteln konnte.

Die Kulinarik wurde heute etwas einfacher gestaltet. Wir waren in einem lokalen Schnellrestaurant, dort gab es bei uns Burger und Pasta. Das Essen war völlig in Ordnung, einige Getränke wurden in Plastikbechern serviert, dass gibt natürlich Abzug. Witzigerweise mussten wir die gleiche Coperta, Tisch- und Geschirrpauschale in Italien, wie in dem Restaurant gestern bezahlen.

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