Iseo
Da wir seit gestern Spätnachmittag ein wenig mehr Wasser von oben abbekommen hatten als erwartet, gab es heute ein etwas abgespecktes Programm um die Niederschläge abzuwarten. Da hieß es also ausschlafen, spät frühstücken, einmal kurz in der Regenpause in den örtlichen Supermarkt düsen, um einige Vorräte zu ergänzen, und dann nochmal eine Runde warten, um auch die letzten Schauer vorbeizulassen. Am Nachmittag klarte es dann auf und so konnten wir auch noch eine Rundtour durch Iseo starten.
Angefangen haben wir in einem kleinen Laden mit regionalen Produkten. Die beiden anwesenden Donnas oder Nonnas waren sehr fröhlich und während ich die Auslagen an der Frischetheke inspizierte und der Gatte mittels Google-Übersetzer das Weinregal untersuchte, sangen die Damen gelegentlich lustig vor sich hin. Das allein war schon ein Erlebnis! Auch das Einkaufen machte dann mal wieder richtig Spaß, denn natürlich gab es nur eine gesprochene Sprache dort im Laden und das war natürlich: Italienisch. Also hieß es, den gesamten Wortschatz aus allen möglichen Untiefen zu aktivieren um zu konsumieren. Wir bekamen, wie gewünscht, einige regionale Spezialitäten: Schinken und Käse, Salami von der großen Insel im Iseo-See und natürlich Wein aus der Gegend. Das sind genau die Läden, in denen wir gern einkaufen, auch wenn es manchmal etwas anstrengender ist. Zwar waren wir nach dem Verlassen des Ladens gut 100 Euro los, aber es hat wirklich großen Spaß gemacht.

Anschließend sind wir dann noch eine große Runde durch Iseo gewandert. Es gibt dort enge Gassen, die uns ein klein wenig an Genua erinnerten, da auch dort die Dächer schon fast wieder aneinander stoßen. Natürlich ist auch das gesamte Areal direkt am See sehr schön hergerichtet, teilweise geben sich dort maroder Charme und moderne Architektur die Hände. Iseo hat auch eine Burg aus dem 12. Jahrhundert, die heute als kommunales Zentrum genutzt wird und in bestimmten Bereichen frei zugänglich ist.










Auf dem Marktplatz (Piazza Garibaldi) steht das erste Denkmal Italiens für diesen Partisanen, da er die Stadt von den verschiedenen Herrschern, wie den Habsburgern oder den unermüdlichen Venezianern, deren Handschrift auch hier in der Architektur zu finden ist, befreit hat. In ca. 50 Minuten hatten wir den Rundgang absolviert und haben dabei auch endlich einen Namen für unseren Campervan gefunden: Ab sofort hört dieser auf den klangvollen Namen Garibaldi!

Das Abendessen haben wir noch einmal im Restaurant auf dem Campingplatz zu uns genommen. Wir hatten zwar komplett andere Gerichte, aber trotzdem haben wir wieder fast die gleiche Summe entrichtet wie beim ersten Besuch. Entweder haben wir ein Händchen oder dort gibt es für drei Personen immer den gleichen Preis.

