Camperurlaub Iseo-See und Bergamo
Camperurlaub Iseo-See und Bergamo

Camperurlaub Iseo-See und Bergamo


Monte Isola

Im Iseo-See gibt es drei Inseln, die beiden Zwerge befinden sich im Privatbesitz der Familie Beretta, die im Waffengeschäft tätig ist und können nicht besucht werden. Die große Monte Isola ist mit ca. 1700 Menschen besiedelt und mit der Fähre erreichbar.

Vom Anleger in Iseo fährt man ungefähr 30 Minuten bis nach Pescheria Monte Isola und das Schifffahrtsunternehmen verlangt echt günstige 8,70 Euro pro Erwachsenen für die Hin- und Rückfahrt. Auf der Insel gibt es diverse Wanderrouten und eine davon führt zum Heiligtum Santuario della Madonna della Ceriola und liegt natürlich auf dem höchsten Punkt der Insel – logisch, das wir da hoch wollten. Dabei überwindet man gut 400 Höhenmeter und legt eine Strecke von 9,4 km zurück. Die Wege könnten unterschiedlicher nicht sein, es ist von Treppen über Grobkiesellockergestein, Straße und Waldweg einfach alles dabei. Dementsprechend sind feste Schuhe und natürlich Kondition wichtige Voraussetzungen für diese Tour. Außerdem sollte man ausreichend Zeit einplanen, damit man im Nachgang noch einige Spezialitäten der Insel einkaufen kann. Wir haben die vorher gemacht und die Schätze mit über die Insel geschleppt – Fehler!

So anstrengend der Aufstieg auch ist, entlohnt er doch mit vielen tollen Ausblicken auf die Insel, den See und das umliegende Festland. Von den wenigen entgegenkommenden Wanderern wird man meist sehr höflich gegrüßt und alle sagen Buongiorno, vermutlich weil man nie weiß, woher der Gegenüber eigentlich kommt. Den größten Teil der Strecke ist man aber allein mit seiner Wandergruppe und der Natur. Beim Wandern hat man auch immer wieder Blickkontakt zum Ziel, damit man weiß, es geht noch weiter hoch, so schnell überwindest du die 400 m nicht.

Das Heiligtum war natürlich nicht geöffnet und wir konnten es uns nur von außen ansehen. Da es sich um einen recht schlichten Bau handelt, war dies allerdings wenig beeindruckend.

Um so ambitionierter war der dann folgende Abstieg, da er, der Jahreszeit geschuldet, auf feuchtem Laub begann und für den einen oder anderen Fastausrutscher verantwortlich war. Danach wurde es aber nicht unbedingt besser, denn entweder gab es Steine oder stufenähnliche Ansammlungen dieser. Von der Ortsgrenze bis zum See geht man dann noch einmal über befestigte Treppen, die wie so oft auch Straßennamen haben.

Die Tour schlaucht schon und vermutlich hat man auch länger etwas von den Anstrengungen, aber die Tour lohnt sich – natürlich fürs Auge und auch die Abteilung Bauch-Beine-Po. Die anschließende Verschnaufpause auf dem Campingplatz tat uns richtig gut, so dass wir uns zum Abendessen noch einmal nach Iseo begeben konnten. Der Gatte hatte dort die Osteria FilEdo gefunden und es sollte Fisch aus dem See geben. Nachdem wir gelernt hatten, dass zwar um 18 Uhr geöffnet ist, aber die Küche nicht vor 19 Uhr arbeitet, und wir noch einmal weggeschickt wurde, damit alle Vorbereitungen abgeschlossen werden konnten, durften wir Platz nehmen und bekamen wirklich leckeres Essen von einer sehr freundlichen Bedienung serviert. Kleiner Tipp: einfach erst um 19 Uhr da sein und genießen!

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