Auf den Spuren des Königreichs Sardinen
Auf den Spuren des Königreichs Sardinen

Auf den Spuren des Königreichs Sardinen

Tag 3

Für heute war eigentlich eine größere Tour, bei der wir uns einen Teil der Strecke mit der Fähre über den See transportieren lassen wollten, geplant. Wir konnten uns aber nicht zu einem frühen Aufstehen aufraffen und deshalb musste noch einmal umdisponiert werden. Also gab es einen kürzeren Ausflug zur Mündung des Flusses Toce, der hauptverantwortlich für die Wasserversorgung des Lago Maggiore ist. Einen Teil der Strecke kannten wir schon von unserem Ausflug nach Stresa. Es ist eigentlich der gleiche Weg, nur ein kleines Stück weiter. Dabei kommt dann auch durch den mit vielen Hotels gespickten Ort Baveno, der ganz nett anzuschauen ist, von uns aber nicht weiter erforscht wurde. Unser Ziel war ja die Flussmündung des Toce und diese liegt nahe Feriolo. Bevor wir die Flussmündung erreichen konnten, gab es zufälligerweise noch ein Eiscafé, das ein sofortiges Anhalten erforderte. Der Gatte meinte, dass diese Eisausgabestation rein zufällig auf dem Weg liegen würde. Da er für die Routenplanung verantwortlich ist – ein Schelm, wer einen Vorsatz darin sieht. Natürlich haben wir die Mündung, wieder einmal nach einer abenteuerlichen Brücke, dann auch noch erreicht und konnten uns an dem Farbwechsel vom Fluss zum See erfreuen.

Der Rückweg war dann schon fast reine Routine, aber auch nur fast. Durch einen geschickten Schlenker sind wir der Isola Bella recht nahe gekommen und konnten den toll angelegten Garten zumindest aus der Ferne betrachten. Diese Insel ist schon seit langer Zeit in Privatbesitz der reichen italienischen Familie Borromeo. (Weitere Informationen können hier nachgelesen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Isola_Bella_(Lago_Maggiore)

Da es heute ein wirklich warmer Tag war, haben wir uns für ein kaltes Abendessen entschieden und den örtlichen Nahversorger um eine ordentliche Portion Antipasti geplündert. Bei abendlichen 30 Grad darf die Küche auch gern mal kalt bleiben.

Tag 4

Heute hört der Aufenthalt am Lago Maggiore auf, da es weiter geht nach Genua, wo die Fähre nach Olbia auf uns wartet. Also ganz entspannt alles zusammen packen. Es ist doch immer wieder erstaunlich, was alles in so einen kompakten Camper passt und was man alles so braucht. Die Anreise nach Genua dauert nur etwas länger als zwei Stunden, die Autobahnen waren auch wirklich leer. So blieb noch etwas Zeit, die Verpflegung für die Überfahrt einzukaufen, das haben wir in Alessandria erledigt und dabei festgestellt, dass dieser Ort ein weiteres Ziel in Italien sein wird. Die Zufahrt nach Genua ist schon immer wieder ein Erlebnis, fordert aber auch die Konzentration heraus – einmal falsch abgebogen, kann es eine Weile dauern, bis man es zu einem entsprechenden Wendepunkt schafft. Diesmal ging alles glatt, nach gefühlt mindestens fünf Kontrollen waren wir endlich auf dem Hafengelände und konnten auf die Einschiffung warten. Der Vorabcheck des Schiffes ergab, oh Schreck, keine Balkone nach achtern. Also blieb uns der tolle und direkte Blick auf Genua während der Ausfahrt aus dem Hafen diesmal verwehrt. Trotzdem war auch diese Ausfahrt wieder ein Erlebnis, das wir sicher noch ein paar Mal erleben werden.

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